Kleinanzeigen-Riese Schibsted Classifieds Media setzt auf App-Startup

Shpock-Schibsted-Deal

Donnerstag, 10. September 2015 — Wie Schibsted Classifieds Media und die Macher von Shpock heute gemeinsam verkündeten, hält der norwegische Investor ab sofort 91% der Flohmarkt-App und übernimmt die Kontrolle am Startup. Über die zugrundeliegende Unternehmensbewertung wurde Stillschweigen vereinbart. Der Deal ermöglicht das Startup in eine globale Marke zu verwandeln und das Wachstum auch außerhalb der Kernmärkte Deutschland, Großbritannien und Österreich zu forcieren. Die Shpock-Gründer sowie das Team bleiben an Bord und werden Shpock in den kommenden Jahren weiter vorantreiben.

Shpock, das im Herbst 2012 ursprünglich als Nebenprojekt der finderly GmbH gestartet wurde, verbreitete sich von Beginn an sehr rasch in den iOS- und Android-Stores. Heute entdecken, kaufen und verkaufen bereits mehr als 10 Millionen Menschen ungenutzte Dinge, im Wert von über 2,5 Milliarden Euro, auf dem mobilen Marktplatz der Smartphone-Generation.

Auf dem Weg zur Weltmarke
Um dieses Wachstum fortzusetzen und Shpock abseits der Kernmärkte als Weltmarke zu etablieren, erhöht Schibsted Classifieds nur wenige Tage vor dem 3. Geburtstag der Flohmarkt-App den an der finderly GmbH gehaltenen Anteil auf 91%. Auch nach dem Deal mit dem norwegischen Investor treibt das Kern-Team die Geschäftsaktivitäten von Shpock voran.

„Dieser Deal ermöglicht uns nicht nur mit Shpock weiterhin Arbeit auf Weltklasse-Niveau zu leisten, sondern das Produkt auch von Wien aus in die Welt hinauszutragen“ - Shpock-Gründer und -Geschäftsführer Katharina Klausberger und Armin Strbac

Anfang 2013 stand die Erfolgsgeschichte der Flohmarkt-App noch auf wackeligen Beinen, erinnert sich Klausberger: „Wir hatten zu dieser Zeit nur sehr limitierte Ressourcen zur Verfügung und mussten den Fokus auf ein Produkt legen.“ Das Team entschied sich damals für das „Nebenprojekt“ Shpock. Eine Entscheidung, die sich als goldrichtig herausstellen sollte. „Zu sehen, wie das kleine Team von damals zusammengehalten und gemeinsam für die Vision von Shpock gekämpft hat, ist eine der schönsten Erinnerungen, die ich habe“, hält Strbac fest.

Dank der Unterstützung von Business Angel Johann „Hansi“ Hansmann, dem Angelfund Speedinvest, dem Austria Wirtschafts Service (AWS) und Inits konnte Shpock den eingeschlagenen Weg erfolgreich fortsetzen. Durch das rasche User-Wachstum zog das Startup schon bald die Aufmerksamkeit von internationalen Investoren auf sich. Im Sommer 2013 fiel schließlich die Partner-Wahl des Shpock-Teams auf den norwegischen Kleinanzeigen-Platzhirsch Schibsted, der zwei Jahre später nun 91% der Anteile hält. Die Vorteile der Partnerschaft seien leicht erklärt, so Klausberger:

„Wir haben in Schibsted einen Partner gefunden, der das Kleinanzeigen-Geschäft kennt, wie kein anderer. Im Gegenzug können wir unser Know-how im Mobile-Bereich und ein extrem motiviertes, talentiertes Team einbringen.“ - Katharina Klausberger, Co-Gründerin von Shpock

Die Menschen hinter dem Produkt seien laut dem Gründer-Duo für den Erfolg wichtiger als jedes App-Feature. „Das klingt kitschig, ist aber die Wahrheit“, sagt Klausberger und ergänzt, „ohne den Einsatz des Teams wären wir nicht dort, wo wir jetzt sind und Shpock würde sich nicht so deutlich von der Konkurrenz abheben“. Mittlerweile besteht die Shpock-Crew aus mehr als 45 Personen, die aus 14 verschiedenen Nationen kommen – doch schon bald soll das Team noch viel größer werden.

„Der Deal ist ein weiteres klares, lautes Lebenszeichen der deutschsprachigen Startup-Landschaft. Er zeigt, dass heimische Startups schon lange auf dem Radar von internationalen Investoren und Partnern sind.“ - Armin Strbac, Co-Gründer von Shpock