Was kostet ein Baby in Deutschland?

Was kostet ein Baby in Deutschland?

Kostencheck deckt auf: Eltern sparen mehr als 1.600 Euro mit gebrauchter Erstausstattung

Mittwoch, 29. Juni 2016

  • 519 Euro geben Eltern in Deutschland pro Monat für ein Baby aus
  • Die Erstausstattung für ein Neugeborenes kostet im Handel mehr als 2.000 Euro
  • Eine Analyse der Flohmarkt-App Shpock zeigt, dass Eltern durch den Kauf von gebrauchten Produkten rund 77% sparen

Ein Kinderlächeln lässt sich nicht mit Gold aufwiegen und dennoch kostet Nachwuchs sehr viel Geld. Laut dem Statistischen Bundesamt geben Eltern in Deutschland 519 Euro monatlich für ein Kind unter 6 Jahren aus [1]. Besonders unmittelbar nach der Geburt eines Babys fallen hohe Kosten an. Die Flohmarkt-App Shpock (www.shpock.de) hat deshalb die Ausgaben für die Baby-Erstausstattung genauer unter die Lupe genommen.

Kleidung, Bett, Wickeltisch, Kinderwagen, Ratgeberbuch, Babyschale fürs Auto und vieles mehr. Insgesamt 57 Artikel wurden für die Analyse untersucht  [2] und die Preise für neue bzw. gebrauchte Produkte (berücksichtigt wurde nur neuwertige, voll funktionstüchtige Secondhand-Ware) verglichen. Das Ergebnis zeigt: Eltern, die beim Kauf der Baby-Erstausstattung auf Secondhand-Produkte zurückgreifen, haben unter dem Strich 1.621 Euro mehr in der Geldbörse >> Infografik downloaden!

77% günstiger als Neuware

Während der Warenkorb mit den gebrauchten Baby-Utensilien bei Shpock durchschnittlich 476 Euro kostet, würden die gleichen Produkte neu 2.097 Euro zu Buche stehen. Das entspricht einer Ersparnis von 77 Prozent gegenüber dem Originalpreis.

Die Detail-Analyse der einzelnen Produktgruppen zeigt, dass vor allem Umstandsmode und Baby-Kleidung auf dem mobilen Marktplatz viel günstiger abgegeben werden.

„Wir bemerken, dass sich die User in der ‚Baby & Kind‘-Kategorie gegenseitig unter die Arme greifen. Deshalb kommt es auch oft vor, dass ganze Boxen mit Baby-Kleidung verschenkt oder gegen eine kleine Windelspende abgegeben werden“, schildert Shpock-Mitgründerin Katharina Klausberger.

Doch nicht nur bei der Secondhand-Mode gibt es Schnäppchen, wie folgende Beispiele verdeutlichen:

  • IKEA Stuva Wickeltisch durchschnittlich 77 statt 159 Euro
  • Kombi-Kinderwagen ABC Design Turbo 6 Style im Schnitt 49 statt 380 Euro
  • Kaiser Fellsack „Natura“ durchschnittlich 18 statt 89 Euro
  • IKEA Patrull Babyphone in der Regel 27 statt 49 Euro 

Ein Blick auf den digitalen Flohmarkt verdeutlicht: Mit Secondhand-Produkten im Kinderzimmer liegen deutsche Eltern voll im Trend. Durch die beschränkte Nutzungsdauer sind Baby-Produkte prädestiniert für den Weiterverkauf.

„Eltern konsumieren preis- und umweltbewusster als noch vor ein paar Jahren. Das sehen wir auch in der App. Neben Fashion sowie Elektronik zählt ‚Baby & Kind‘ zu den beliebtesten Kategorien bei Shpock“, erklärt Klausberger.

5 Vorteile bei Erstausstattung aus zweiter Hand:

  1. Kosten
    Wer zu gebrauchten Produkten greift, schont das Baby-Budget um bis zu 77 Prozent.
  2. Qualität
    Oft sparen Eltern beim Kauf von Neuware und greifen deshalb auf Discount-Produkte zurück. Auf dem Marktplatz bekommt man gebrauchte Markenware oft weit günstiger als das „Billig-Produkt“.
  3. Nachhaltigkeit
    Dass Wiederverwendung ressourcenschonend und gut für unseren Planeten ist (Stichwort: CO2-Emission), liegt auf der Hand. 
  4. Individualität
    Wer Neuwaren einkauft, geht häufig mit der Masse – bei Secondhand hat man eine große Auswahl und kann den Stil seines Babys gezielt davon abheben.
  5. Weiterverkauf
    Wer clever kauft und die Baby-Dinge nach dem Gebrauch wieder verkauft, kann sogar ein Nullsummenspiel daraus machen.

Tipps für den Kauf von gebrauchten Baby-Produkten:

  • Zustand überprüfen
    Vor dem Kauf sollte man sich erkundigen, ob die Dinge funktionstüchtig & komplett sind. Leichte Gebrauchsspuren sind akzeptabel, aber Beschädigungen oder Verschmutzungen sollten vorher geklärt werden. 
  • Auf Qualität achten
    Die Lebensdauer von Markenprodukten übersteigt meistens die Nutzungszeit bei Baby-Dingen. Daher können diese auch öfter verwendet werden. 
  • Stimmt der Preis?
    Verhandeln ist erlaubt und erwünscht, allerdings sollte man immer realistische Forderungen stellen bzw. Angebote machen. Bei einem gelungenen Geschäft sind am Ende Käufer und Verkäufer glücklich!

[1]: Statistisches Bundesamt: https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/EinkommenKonsumLebensbedingungen/Konsumausgaben/KonsumausgabenFamilienKinder5632202089004.pdf?__blob=publicationFile

[2]: Methode der Analyse: Die Preisangaben für "NEU" beziehen sich auf die beliebtesten Produkte in diversen Kategorien (z.B. Babymode, Spielzeug oder Kinderzimmer) bei Onlinehändlern. Für die Analyse der "GEBRAUCHT"-Variante wurden die durchschnittlichen Preise für die gleichen Produkte bei der Flohmarkt-App Shpock herangezogen. Berücksichtigt wurden nur vollständige, funktionstüchtige Produkte in gutem Zustand. 

Die Analyse von mehr als 50 Baby-Produkten zeigt, dass Eltern bei der Erstausstattung ihres Nachwuchses viel Sparpotenzial haben. Wer auf Secondhand-Dinge zurückgreift bekommt den Warenkorb um 77 Prozent günstiger.
Umstandsmode
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Umstandsmode wird von Müttern häufig gratis oder gegen eine kleine Spende weitergegeben.
Auch bei der Baby-Kleidung werden oft ganze Kisten kostenlos bei Shpock angeboten.
Um für das Baby in den eigenen vier Wänden gerüstet zu sein, muss es nicht immer Neuware sein.
Bei Marken-Kinderwägen und Babyschalen fürs Auto lässt sich enorm viel sparen.
1.600 Euro weniger - so viel sparen Eltern mit gebrauchter Baby-Erstausstattung.