Von 0 auf 4 Millionen Downloads in zwei Jahren

Startup schreibt App-Erfolgsgeschichte

Mittwoch, 24. September 2014 — Die Flohmarkt-App Shpock wird zwei Jahre alt und feiert sich selbst. Was im Herbst 2012 als Nebenprojekt gestartet wurde, ist heute mit mehr als vier Millionen Usern und über sechs Millionen gehandelten Produkten einer der erfolgreichsten Smartphone-Marktplätze in Deutschland.

Essen bestellen, Partner finden, Gebrauchtwaren kaufen und verkaufen, Urlaub buchen oder Taxi rufen – Smartphone-Apps haben unseren Alltag erobert und diesen in vielen Bereichen erleichtert. Eine dieser besagten Apps hat ihren Ursprung in einem kleinen Büro mitten in Wien. Vor zwei Jahren wurde dort von den beiden ehemaligen Studienfreunden Katharina Klausberger und Armin Strbac die Idee für Shpock – Kurzform von „SHop in your POCKet“ – geboren.

Mittlerweile arbeitet ein 25-köpfiges Team in der App-Schmiede täglich daran, das mobile Flohmarkt-Erlebnis weiter zu verbessern. „Wir haben den Kauf und Verkauf von gebrauchten Gegenständen nicht neu erfunden, sondern lediglich den mobilen Secondhand-Handel an die Bedürfnisse von uns Smartphone-Nutzern angepasst“, stellt Mitgründer Strbac klar.

Schnell, unkompliziert und schön
Die Shpock-Macher hatten es sich demnach zum Ziel gemacht, das Listendenken und die Textwüsten der bestehenden Lösungen durch intuitive, moderne Bilderwelten zu ersetzen. Das Erfolgsrezept liege in der Einfachheit der App. „Alles, was benötigt wird, ist ein Smartphone. Foto machen, kurzen Beschreibungstext und Preisvorstellung hinzufügen – schon ist das Produkt bereit zum Verkauf. Völlig kostenlos für Käufer und Verkäufer“, unterstreicht Strbac.

Gleichzeitig ist es dank der standortbezogenen Sortierung möglich, durch eine Vielzahl an gebrauchten Gegenständen in der direkten Umgebung zu stöbern. Von Vintage-Fahrrädern über außergewöhnliche Fashion-Schätze, nicht länger genutzte Tablets & Handys bis hin zu ausgefallenen Secondhand-Möbeln – alles wartet am mobilen Marktplatz darauf, einen neuen Besitzer zu finden.

Das Konzept kommt an
Bereits kurz nach dem Launch im September 2012 verbreitete sich Shpock in Deutschland wie ein Lauffeuer und durchbrach nach nur elf Monaten die Schallmauer von einer Million Downloads. Heute zählt die App mehr als vier Millionen User, die bislang über sechs Millionen Produkte gehandelt haben. Gemessen an diesen Zahlen macht das Shpock zum beliebtesten mobile-first Marktplatz im deutschsprachigen Raum.

Mittlerweile hinterlässt Shpock auch über die Grenzen des deutschsprachigen Raums hinweg seine Spuren. Im vergangenen März wagte man den Sprung auf die Insel, wo die App nach nur drei Monaten bereits 500.000 Downloads verzeichnete. „Großbritannien ist für uns ein extrem spannender Markt, weil dort Flohmärkte und der Handel mit Secondhand-Produkten eine immense Tradition haben“, freut sich Shpock-Mitgründerin Klausberger über die positive Resonanz.

Achterbahnfahrt eines Startups
Trotz des Erfolgs seien Rückschläge nie auszuschließen. „Die Arbeit bei einem Startup ist vergleichbar mit einer Achterbahnfahrt. Auf ein Hoch folgt ein Tief und gleich darauf wieder ein Hoch – und meistens alles an einem Tag“, veranschaulicht Klausberger die Hürden im Leben eines Jungunternehmers. Begleitet und unterstützt auf dieser Achterbahnfahrt wird das Startup vom norwegischen Medienkonzern Schibsted, dem Business Angel Hansi Hansmann sowie dem Wiener VC SpeedInvest.