Studie: 22 % wollen ihr altes iPhone verkaufen, um das neue Modell zu finanzieren

Shpock-Analyse enthüllt, wann sich der iPhone-Weiterverkauf besonders lohnt

Donnerstag, 14. September 2017 — Wie aus einer aktuellen Studie hervorgeht, plant fast jeder vierte iPhone-Besitzer in Deutschland, sein altes Gerät zu verkaufen, um den Kauf des neuen iPhones zu finanzieren. Um dem Hype rund um die neuen Apple-Modelle auf den Grund zu gehen, hat Shpock nun den Verkauf von 150.000 gebrauchten iPhones untersucht. Die Ergebnisse zeigen, wie viel die gebrauchten Modelle aktuell wert sind, wann die beste Zeit ist, um ein iPhone auf dem mobilen Marktplatz zu kaufen und wo in Deutschland die Smartphones am günstigsten verkauft werden.

Zehn Jahre nachdem das erste iPhone die Handy-Industrie auf den Kopf gestellt hat, hat Apple am Dienstag seine neuen iPhone-Modelle vorgestellt - und das Interesse an den Apple-Flagschiffen ist ungebrochen, wie eine repräsentative Studie von Shpock in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut YouGov zeigt [1]. 7 Prozent aller Deutschen (über 18 Jahren) überlegen, das neue iPhone zu kaufen. Unter iPhone-Besitzern steigt diese Zahl sogar auf 27 Prozent. Um den Kauf der bis zu 1300 Euro teuren Modelle zu finanzieren, geben 22 Prozent an, ihr aktuelles Gerät verkaufen zu wollen. Die Betreiber der Flohmarkt-App Shpock nahmen diese Zahlen zum Anlass, den Verkauf von 150.000 gebrauchten iPhones zu untersuchen [2].

iPhone-Verkauf lohnt sich

Verglichen mit anderen Smartphones erweist sich das iPhone als sehr wertstabil und ist daher auch einer der Bestseller auf dem mobilen Marktplatz. Das aktuelle Apple-Flaggschiff, das iPhone 7, wird gebraucht für rund 600 Euro angeboten. Das zwei Jahre alte Vorgängermodell 6S gibt es im Schnitt für ca. 360 Euro.

Modell Durchschnittlicher Angebotspreis (08/2017)
iPhone 7 Plus 665 Euro
iPhone 7 606 Euro
iPhone 6S Plus 437 Euro
iPhone 6S 360 Euro
iPhone 6 Plus 339 Euro
iPhone 6 272 Euro

60 Prozent innerhalb einer Woche verkauft

iPhones werden nicht nur häufig angeboten, sondern sind auch sehr gefragt.

"Wenn das Produkt gut beschrieben, fotografiert ist, sowie über einen vernünftigen Angebotspreis verfügt, findet man rasch einen Abnehmer. Das zeigt auch unsere Analyse", erläutert die Shpock-Sprecherin Verena Titze.

60 Prozent der im letzten Jahr verkauften iPhones fanden binnen einer Woche einen neuen Besitzer. Beachtliche 23 Prozent der Verkäufe wurden sogar in den ersten 24 Stunden abgeschlossen. Beim aktuellen iPhone 7 steigen diese Werte sogar auf 74 Prozent in der ersten Woche bzw. 26 Prozent binnen eines Tages.

Im Oktober zuschlagen oder bis Januar warten

Wer plant, demnächst ein gebrauchtes iPhone zu kaufen, sollte sein Glück nach dem Release des neuen Modells suchen: Im Oktober sinken nämlich die Verkaufspreise deutlich stärker als in den Vormonaten.

"Viele User, die sich ein neues iPhone gekauft haben, versuchen in diesen Tagen ihr altes Gerät schnell zu Geld zu machen und sind deshalb auch bereit, niedrigere Angebote zu akzeptieren", erklärt Titze.

Wer es nicht ganz so eilig hat, sollte auf Januar bzw. Februar warten - nach dem Weihnachtshoch fallen die Verkaufspreise wieder merklich. Je nach Modell lassen sich in dieser Zeit 30 bis 40 Euro gegenüber den Vormonaten sparen.

NRW und Berlin besonders günstig

Ein Blick auf die regionalen Zahlen verrät, dass es doch erhebliche Unterschiede zwischen den Bundesländern gibt. Schnäppchenjäger kommen vor allem in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Berlin und Sachsen auf ihre Kosten. In diesen Bundesländern werden die iPhones durchschnittlich günstiger angeboten als im Rest des Landes. Wer plant, sein altes iPhone zu verkaufen, kommt vor allem in Bremen, Bayern oder im Saarland auf seine Kosten. Die Datenbank-Analyse zeigt, dass die Käufer in diesen Bundesländern bereit sind, etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Zum Vergleich: Im Schnitt liegt der Verkaufspreis der Secondhand-iPhones in Bayern um 40 Euro über jenem in Brandenburg.  

Brandenburger verhandeln gerne

Interessant ist auch zu beobachten, dass die Verhandlungsbereitschaft von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ausgeprägt ist. Während die Brandenburger im Schnitt 18 Prozent vom ursprünglichen Angebotspreis nachlassen, erweisen sich die Bremer und Niedersachsen (jeweils 13 Prozent) als besonders harte Verhandlungspartner - das entspricht beim iPhone 7 einem Unterschied von rund 30 Euro.

 

[1] Alle Daten, soweit nicht anders angegeben, sind von der YouGov Deutschland GmbH bereitgestellt. An der Befragung zwischen dem 18.8. und dem 21.8.2017 nahmen 2.054 Personen teil. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung (Alter 18+).

[2] Basis ist eine Datenbank-Analyse der Flohmarkt-App Shpock. Dabei wurde eine Stichprobe von 150.000 gebrauchten iPhones analysiert, die zwischen 1.7.2016 und 30.8.2017 gehandelt wurden – es wurden keine defekten oder beschädigten iPhones berücksichtigt.