Studie: Frauen beichten ihre Kleiderschrank-Sünden

56% der Befragten gestehen Fashion-Fehlkäufe

Mittwoch, 25. März 2015 — Haben Sie schon einmal Kleidung, Schuhe oder Taschen gekauft und sie im Nachhinein nie getragen? Falls ja, sind Sie nicht alleine: 56% der Frauen in Deutschland gestehen Fashion-Fehlkäufe – welche Folgen diese Shopping-Ausrutscher haben und warum jetzt besonders viele davon online weiterverkauft werden, verrät der aktuelle Schrankreport der Flohmarkt-App Shpock.

Nur zum Probieren angezogen, kann nicht gehen darin“, „War ein Fehlkauf, da sie mir zu klein ist“, „Passte nicht zur Garderobe“,– mit diesen oder ähnlichen Beschreibungen werden täglich Shirts, Kleider und Accessoires auf Online-Marktplätzen zum Verkauf angeboten.

„Ungetragen und nicht benutzt“
Dabei handelt es sich nicht um Einzelfälle, wie ein Blick in die Datenbank von Shpock verrät. Wer auf dem mobilen Flohmarkt nach „ungetragenen“ oder „nicht benutzten“ Klamotten sucht, kann durch weit mehr als 100.000 Treffer stöbern. „Diese hohe Zahl überrascht, deckt sich aber auch mit unseren Beobachtungen“, erklärt Shpock-Mitgründer Armin Strbac, „vor allem im Frühjahr und Herbst, wenn wir in unseren Schränken einen modischen Saisonwechsel vollziehen, steigt die Anzahl der neuwertigen Kleidungsstücke in der App deutlich an.“  

Doch nicht nur ungetragene Kleidung kann bei einem gründlichen Frühjahrsputz ans Tageslicht kommen. Ein weiterer Teil des Secondhand-Potenzials schlummert noch in den heimischen Schränken und Schubladen. Wie der Schrankreport zeigt, besitzt jede zweite Frau (49%) gebrauchte Mode oder Accessoires, die sie eigentlich längst nicht mehr verwendet. Das meiste davon ließe sich ganz einfach und schnell online zu Geld machen.

Warum fällt uns Detox für den Kleiderschrank so schwer? [1]

  • 35% der deutschen Frauen werfen ungern Dinge weg
  • 22% fühlen sich emotional an die ungenutzten Gegenstände gebunden
  • 17% ist das Aufräumen zu aufwendig
  • 15% wissen nicht, wie oder wo sie ihre Dinge verkaufen können
  • 11% gestehen, dass sie schlichtweg zu faul sind

Angesichts dieser Zahlen ist es wenig verwunderlich, dass sich 35% der Frauen in Deutschland über zu wenig Stauraum in den eigenen vier Wänden beklagen. Ist man an diesem Punkt angelangt, ist es wohl höchste Zeit, dem Chaos den Kampf anzusagen und die ungenutzten Schätze in Geld zu verwandeln.

[1] Alle angeführten Daten wurden vom Marktforschungsinstitut Ipsos im Auftrag von Shpock erhoben. Insgesamt wurden 1.000 Personen repräsentativ für die deutsche Bevölkerung im Alter von 16 bis 70 Jahren befragt. Die Erhebung wurde mittels Online-Panel im August 2014 durchgeführt.